Seit Jahren werden wir immer wieder gefragt, ob wir nicht auch einmal eine Enduro-Tour in Marokko anbieten möchten.
Der persönliche Bezug zu Afrika kommt dabei vor allem von mir, Leon Busse. Ich verbringe seit vielen Jahren regelmäßig einen großen Teil des Winters auf dem afrikanischen Kontinent. Meine Reisen führten mich unter anderem mehrfach nach Dakar, 2.000 Kilometer mit Sportenduro und Zelt durch Marokko, während des Corona-Winters nach Tunesien sowie mit alten Geländewagen und einem Magirus-Lkw durch Westafrika bis nach Gambia, Mali und Guinea.
Bisher wollte ich Afrika trotzdem vor allem als Reisender erleben und dort nicht gleichzeitig die Verantwortung für eine eigene Enduro-Gruppe übernehmen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Dunes & Desertclub von Black Forest Powersports können wir diese Tour nun auf einer gut organisierten und professionellen Grundlage anbieten.
Unsere Sportenduro-Gruppe ist auf maximal sechs Teilnehmer begrenzt.
Wir möchten die Tour bewusst in einem kleinen und persönlichen Rahmen durchführen. Dadurch können wir das Tempo, die Strecken und die Tagesgestaltung besser an die Gruppe anpassen und unterwegs individuell auf die einzelnen Fahrer eingehen.
Gleichzeitig soll die Woche nicht nur daraus bestehen, möglichst viele Kilometer auf dem Motorrad abzuspulen. Wir möchten uns auch die Zeit nehmen, Marokko und die Region rund um Merzouga kennenzulernen: die Landschaft, die kleinen Orte am Rand der Wüste, das gemeinsame Essen und die besondere Atmosphäre zwischen Hotel, Fahrerlager und Wüstencamp.
Ausgangspunkt ist ein Hotel direkt am Erg Chebbi. Von dort starten wir zu mehreren geführten Tagestouren durch die Wüstenlandschaft rund um Merzouga.
Die Sportenduro-Gruppe wird von mir, Leon Busse, geführt. Die Strecken verlaufen über schnelle Pisten, steinige Wege, trockene Flussbetten, Sandpassagen und kleinere Dünenfelder.
Die Veranstaltung ist keine reine Roadbook-Tour. Wir fahren grundsätzlich gemeinsam als geführte Gruppe. Wer möchte, kann auf einzelnen Abschnitten trotzdem selbst die Navigation mit einem digitalen Roadbook ausprobieren.
So besteht die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit der Roadbook-Navigation zu sammeln, ohne eine komplette Tagesetappe allein navigieren zu müssen.
Während der längeren Touren begleitet uns außerdem ein Medical-Fahrzeug. Gerade bei längeren Etappen in den abgelegenen Gebieten rund um Merzouga ist das für uns ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung.
Ein Tag ist für ein gemeinsames Training im Sand und in den Dünen vorgesehen.
Dabei beschäftigen wir uns unter anderem mit Körperposition, Blickführung, Geschwindigkeit, Anfahren im Sand, dem Überqueren von Dünen und dem Umgang mit festgefahrenen Motorrädern.
Vorkenntnisse im tiefen Sand sind nicht zwingend erforderlich. Wer bereits erste Erfahrungen im Sand gesammelt hat, wird sich am Anfang natürlich etwas leichter tun. Der gemeinsame Dünentrainingstag ist jedoch genau dafür gedacht, sich an den Untergrund zu gewöhnen, die passende Fahrtechnik kennenzulernen und mehr Sicherheit im Sand aufzubauen.
Die Tour richtet sich ausschließlich an Fahrer mit einer leichten Sportenduro.
Du solltest bereits Erfahrung im Gelände haben und dein Motorrad auf Schotter, steinigen Wegen sowie bei Auf- und Abfahrten sicher beherrschen. Die einzelnen Etappen können länger sein und setzen eine solide Grundkondition voraus.
Für komplette Offroad-Anfänger ist die Tour nicht geeignet. Du musst jedoch weder Rallyefahrer sein noch bereits Erfahrung in großen Dünen oder mit einem Roadbook haben.
Eine besonders große Reichweite oder ein Rallyetank sind für die Tour nicht erforderlich. Unser Support-Vehicle mit Arzt fährt hinter der Gruppe und bietet uns unterwegs zusätzliche Möglichkeiten zum Nachtanken. Mit einer normalen Sportenduro und dem serienmäßigen Tank kommt man daher gut zurecht.
Weniger geeignet sind Motorräder mit besonders kleinem Tank und gleichzeitig erhöhtem Verbrauch, beispielsweise eine KTM Freeride oder Beta Xtrainer. Unabhängig von der Reichweite sind diese Modelle für die längeren und teilweise schnelleren Etappen dieser Tour ohnehin nur bedingt geeignet.
Die meisten Nächte übernachten wir in einem Hotel direkt am Rand des Erg Chebbi. Das Hotel dient gleichzeitig als Fahrerlager und Ausgangspunkt für die täglichen Touren.
Eine Nacht verbringen wir gemeinsam in einem komfortablen Wüstencamp mitten in den Dünen. Die Zelte sind mit Strom, Dusche und WC ausgestattet. Nach der Anfahrt mit den Motorrädern bleibt genügend Zeit für das gemeinsame Abendessen und einen ruhigen Abend in der Wüste.